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Geschlechtsbestimmung

Es gibt mehrere Möglichkeiten das Geschlecht einer Assel zu bestimmen. Je nach Art eignen sich manche Methoden besser als andere.


1. Form des Unterleibs

 

Hier kann sehr klar bestimmt werden, da diese Unterscheidungsmerkmale bei allen geschlechtlichen Arten zu finden ist.


Dreht man die Assel um und schaut sich die Unterseite des Hinterleibs an, fällt auf, dass die Segmente bei den Männchen spitz zulaufen und bei den Weibchen eher abgerundet sind.


Bei größeren Spezies ist dies noch recht leicht mit dem Auge zu erkennen. Bei Kleineren brauch man schon eher Hilfsmittel wie eine Lupe.



2. Marsupium

 

Ebenfalls ein sehr klares Bestimmungsmerkmal, welches man bei allen Arten beobachten kann.

 

Das Marsupium ist die Bruttasche der Weibchen, in denen sich die Larven entwickeln. Er ist ausschließlich bei weiblichen Asseln zu finden.

 

Wird ein Weibchen mit Marsupium stark gestört, kann es dazu kommen, dass dieser vorzeitig geöffnet wird. 

 

Die Assel tut dies nur im Notfall, um ihren Nachwuchs vor möglichen Räubern zu schützen. Manchmal sind die Larven jedoch nicht voll entwickelt und sterben.

 

Deshalb sollte man die Weibchen in dieser Phase möglichst nicht stören.

Weibchen mit frisch geschlüpften Jungtieren
Weibchen mit frisch geschlüpften Jungtieren



3. Länge der Uropoden

 

Die Uropoden sind die zwei länglichen Fortsätze am Hinterleib der Assel.

 

Bei manchen Arten haben die Männchen deutlich längere Uropoden als die Weibchen.

 

Als alleiniges Bestimmungsindiz ist dieses Merkmal jedoch eher heikel, da die Uropoden je nach Alter unterschiedlich lang sind. Viele Arten besitzen auch keine Größenunterschiede.



4.Größenunterschiede

 

Größenunterschiede zwischen den Geschlechtern sind artspezifisch, weshalb es nicht bei allen Arten zur Bestimmung genutzt werden kann.

 

Des Weiteren muss man auch adulte Tiere vergleichen um den Unterschied sehen zu können, also eher eine unsichere Bestimmungsmethode.



5. Geschlechtsdimorphismus 


Bei manchen Arten, wie z.B bei den im Bild zu sehenden Philosciidae spec. North Thailand, haben die unterschiedlichen Geschlechter unterschiedliche Farben.

 

Bei adulten Tieren ist die Bestimmung sehr eindeutig. Jungtiere weisen jedoch unabhängig von Geschlecht meist eine gleiche Färbung auf und können deshalb leicht falsch eingeordnet werden.


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